Empfohlen, 2019

Tipp Der Redaktion

Canon PowerShot G15 Test

Spezifikationen

1 / 1,7-Zoll-12,0-Megapixel-Sensor, 5,0-facher Zoom (entspricht 28-140 mm), 352 g

Wenn kompakte Systemkameras (CSCs) für nur 350 GBP erhältlich sind, wird dann jemand eine konventionelle Kompaktkamera kaufen, die über 500 GBP kostet? Canon glaubt dies eindeutig, aber die G15 hat wenig Ähnlichkeit mit den meisten Kompaktkameras.

Es ist um einen 1 / 1,7-Zoll-Sensor herum gebaut - kleiner als CSC-Sensoren, aber größer als bei den meisten anderen Kompakten. Es befindet sich hinter einem Objektiv mit breiter Blende, bei Aufnahmen mit Weitwinkel von 1,8: 1 und bei Telebereich mit 1: 2,8. Zusammen bilden die Sensorgröße und das Objektiv mit breiter Apertur eine starke Kombination zur Aufrechterhaltung einer hohen Bildqualität bei schwachem Licht.

Die G15 ist nicht die einzige Kamera mit dieser Kombination aus Sensor und Objektiv. Mit dem Panasonic LX7 und dem Fujifilm X10 hat es einige beeindruckende Gegner. Der G15 ist zwar der schwerste unter den dreien, aber sein klobiges Gehäuse schafft Vertrauen in die Verarbeitungsqualität. Bei einem Sturz machen wir uns mehr Sorgen um den Boden als um die Kamera. Der strukturierte Handgriff hat gerade genug Form, um sicher in der Hand zu sitzen. Hoffentlich rutscht er nicht zu oft durch die Finger.

Dies ist eine der wenigen Kompaktkameras, die einen optischen Sucher enthält - eine wichtige Funktion für Weitsichtige, die mit LCD-Bildschirmen zu kämpfen haben, und bei hellem Licht, wenn der Bildschirm nur schwer zu sehen ist, nützlich. Der Sucher zoomt zusammen mit dem Objektiv, aber es ist eine kleine, unscharfe Ansicht, die im Vergleich zu dem, was der Sensor sieht, stark beschnitten ist. Der Sucher des Fujifilm X10 bietet eine wesentlich bessere Qualität. Der Bildschirm des G15 ist mit seiner scharfen Auflösung von 922.000 Punkten viel besser, aber es ist enttäuschend, dass er das gegliederte Design des älteren G12 nicht teilt.

Diese klobige Kamera bietet viel Platz für Kontrollen. Es gibt ein Rad und ein Einstellrad zur Steuerung der Verschlusszeit und der Blende im manuellen Belichtungsmodus sowie ein eigenes Belichtungskorrekturrad. Letzteres ermutigte uns, die Belichtung viel häufiger anzupassen als bei Kameras, bei denen ein Tastendruck erforderlich ist, um die Belichtungskorrektur auf dem Bildschirm anzuzeigen. Mit speziellen Tasten für AE-Speicherung, ISO-Empfindlichkeit, Autofokuspunkt, Messmodus und einer Option zum Zuweisen des Weißabgleichs zu einer anpassbaren Taste gibt es keinen Grund, das Menü zu erreichen.

Der Fahrmodus ist jedoch ein Grund. Wir fragen uns, ob Canon es vorgezogen hat, es in einem Menü zu verstecken, weil die kontinuierliche Leistung des G15 nicht besonders reizvoll ist. Bei JPEGs wurden 1,8 Bilder pro Sekunde erreicht, bei RAWs 1 Bilder pro Sekunde und beim Aktualisieren des Autofokus zwischen den einzelnen Aufnahmen nur 0,8 Bilder pro Sekunde. Es lässt sich nicht gut mit den 5fps des Panasonic LX7 vergleichen, die den Autofokus aktualisieren. Canon versucht dies durch ein Szenen-Preset auszugleichen, das 10 Aufnahmen in einer Sekunde einfängt, jedoch mit leerem Bildschirm während der Aufnahme und sechs Sekunden zur Wiederherstellung. Für uns überwiegen die Kompromisse. Die allgemeinen Schuss-zu-Schuss-Zeiten liegen mit 2,3 Sekunden in unseren Tests ebenfalls auf der langsamen Seite. Die LX7 und X10 waren fast dreimal so schnell. Zumindest die Blitzaktualisierungszeiten des G15 sind mit 3,1 Sekunden bei voller Blitzleistung einigermaßen nippig.

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